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Gemeinsam gegen Corona!

07.04.2020 | Unterstützt Brot für die Welt und die Diakonie - Aufruf von Bischöfin Fehrs und Landespastor Arens

Liebe Schwestern und Brüder,

diese Passionszeit und die kommenden Ostertage werden uns lange in Erinnerung bleiben. Andachten in der Karwoche, das Gedenken an Jesu Tod am Karfreitag, die Feier seiner Auferstehung am Ostermorgen, all das können wir nur im kleinsten Familienkreis oder allenfalls verbunden über das Internet miteinander feiern.

Für ungezählte Christen ist unser Glaube die Kraftquelle, aus der heraus sie Verantwortung übernehmen, sich engagieren, anderen Menschen helfen. Das ist jetzt in der ungewissen Zeit der Pandemie nicht anders. Es ist eine Herausforderung, die wir gemeinsam meistern, indem wir den Kopf und das Herz gebrauchen, die Gott uns geschenkt hat.

Jede und jeder kann aus diesem österlichen Glauben heraus jetzt viel tun - in mancherlei Hinsicht gerade dadurch, etwas nicht zu tun. In Solidarität mit gefährdeten Menschen die eigenen Bedürfnisse zurückstellen und sich von gewohnten Bildern und vertrauten Erwartungen lösen, das ist vielfach so unerhört und herausfordernd, wie die Botschaft vom Ostermorgen es selbst ist: „Er ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Die Corona-Krise schneidet tief in unseren Alltag ein und ruft Sorge, Unsicherheit und Angst hervor.

Gleichzeitig erleben viele von uns in diesen Zeiten eine unerwartet große Welle der Solidarität und der Hilfsbereitschaft. Nachbarn helfen einander, übernehmen Einkaufsgänge und Besorgungen. Menschen, die sonst wenig im Blick sind, stehen plötzlich im Mittelpunkt: Krankenschwestern und Pfleger, Verkäuferinnen und Verkäufer, Polizistinnen und Polizisten. Sie erhalten jetzt oft Worte der Wertschätzung oder Applaus für ihren Einsatz aus offenen Fenstern und von Balkonen.

In solchen Zeiten ist es verständlich, dass sich die Aufmerksamkeit auf das naheliegende Umfeld richtet. Jede und jeder muss sich einstellen und mit der Situation zurechtkommen.

Doch das Coronavirus breitet sich von Asien über Europa in die ganze Welt aus. Noch sind die bestätigten Fälle in Afrika relativ niedrig, aber das kann sich schnell ändern. Mit dramatischen Folgen, „denn die Gefahren durch Covid-19 sind für jene Menschen besonders groß, die besonders schlecht geschützt sind“, mahnt die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel

Deshalb bitten unsere beiden kirchlichen Hilfswerke die Diakonie Katastrophenhilfe (DKH) und Brot für die Welt in dieser Situation, das Leid der Menschen im globalen Süden nicht zu vergessen, denn gerade jetzt müssen wir an die Menschen in anderen Teilen der Welt denken, die schon vor dem Ausbruch von Corona in großer Not waren.

Im Fokus der Diakonie Katastrophenhilfe stehen aktuell die Bedingungen in den Flüchtlingslagern. Die Situation von vielen Millionen Flüchtlingen wird sich durch die Pandemie weiter zuspitzen. Die Camps in Idlib oder auf Lesbos sind völlig überfüllt, es gibt dort weder ausreichend sauberes Wasser noch eine nennenswerte Gesundheitsversorgung. Die Menschen können aufgrund der Enge schlicht keine zwei Meter Abstand halten und sich regelmäßig die Hände waschen. Ähnlich geht es den Menschen in den Projekten von Brot für die Welt. Schon ohne Epidemie sind sie kaum in der Lage, Menschen mit Infektionen oder chronischen Erkrankungen zu versorgen. Im Tschad beispielsweise muss ein Arzt mehr als 20.000 Menschen versorgen, in Deutschland durchschnittlich nur 238. Viele der Partnerorganisationen von Brot für die Welt haben bereits im März auf Corona reagiert und ihre Programme entsprechend angepasst und umgesetzt.

Sie können dabei auf die langjährigen Erfahrungen von Brot für die Welt zurückgreifen.

Als Diakonie und Kirche in Hamburg beobachten wir diese Entwicklung mit wachsender Sorge. Wir teilen die Einschätzung, dass es neben allen Anstrengungen vor Ort in Hamburg einer gemeinsamen, solidarischen Unterstützung über alle Grenzen hinweg bedarf.

Die biblische große Verheißung einer solidarischen, gerechten, friedlichen und würdevollen Welt muss gerade in diesen Zeiten die treibende Kraft unseres Handels sein. Paulus fasst dies in wunderschöne Worte: Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Epheser 5,8-9) Es ist an uns, liebe Schwestern und Brüder, in dieser Welt als Kinder des Lichts nicht nur zu wandeln, sondern auch zu wirken - mit unserem Mit-Tun und Hin-Sehen. Mit unserem Mitgefühl und unserem Mut zu Engagement, und sie so zu einem Ort der Güte und der Gerechtigkeit für alle Menschen zu machen.

Gemeinsam können wir Zeichen des Lichts setzen. Damit Früchte daraus wachsen. Früchte des Geistes, aber auch Früchte, die man ernten, von denen man leibhaftig leben kann - eben Brot für die Welt.

Untenstehend finden Sie alle Informationen, die Sie brauchen, um Ihre Spende abzugeben.

Jede Gabe hilft - darum von Herzen: Danke!

Spendenkonten:

Diakonie Katastrophenhilfe
  Evangelische Bank IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
  BIC: GENODEF1EK1
  Stichwort: Corona-Hilfe weltweit

Brot für die Welt
  Bank für Kirche und Diakonie IBAN: DE10100610060500500500
  BIC: GENODED1KDB
  Stichwort: Corona-Hilfe